"GETTING UP AND BEING ON YOUR MAT AND
DOING WHAT YOU CAN – THAT IS SUFFICIENT.
THAT IS A GOOD PRACTICE."
- R. SHARATH JOIS

MEINE SICHT AUF YOGA

Yoga ist weder Gymnastik noch ein Workout. Yoga ist Innenschau und bewirkt auf körperlicher, geistiger und seelischer Ebene etwas. Yoga bringt dich an einen Ort des Friedens mit dir selbst und mit anderen. Jede Asana ist in ihrer Gesamtheit ein harmonischer Tanz zwischen Bewegung und Atmung mit Blick auf einen Punkt im Außen, aber mit Rückzug der Sinne nach Innen.

WER KANN YOGA PRAKTIZIEREN?

Wer atmet, kann Yoga üben. Yoga ist keine exotische oder komplizierte Angelegenheit, sondern ein einfaches Mittel, sein Leben zu bereichern. Dem steht kein Alter, keine Konstitution oder spezifischer Glaube im Weg. Yoga passt zu jedem Körper und zu jeder Lebenssituation. Jeder hat die Chance, seine Bewegungen dem Atem anzupassen. So entstehen authentische Yogis und keine Asana Junkies.

WAS EINEN GUTEN YOGA LEHRER FÜR MICH AUSMACHT

Ein guter Yoga Lehrer holt den Schüler dort ab, wo er gerade in seiner Yoga Praxis steht. Er erkennt
über den Körper, die Bewegung und die Atmung, wo sich der Mensch gerade befindet und was es
braucht, um die Harmonie wieder zurückzubringen. Ein guter Yoga Lehrer unterweist den Schüler
in der Entwicklung seiner eigenen Yoga Praxis und nicht in der Übernahme dessen, was der Yoga Lehrer
selbst praktiziert. Er ist an der Entwicklung des Schülers interessiert und nicht an seiner Gefolgschaft.

Ashtanga Yoga

Ashtanga Yoga Mysore Style Praxis ist eine einzigartige Methode die eigene Yoga Praxis aufzubauen. Ein qualifizierter Lehrer beobachtet die Praxis der einzelnen Schüler, korrigiert, adjusted und baut in Hinblick auf Können, Beweglichkeit nach und nach die Yoga Praxis gemeinsam mit dem Schüler auf. Die Mysore Praxis ist eine besondere Form Ashtanga Yoga zu unterrichten. Seite an Seite üben Anfänger und erfahrene Yoga Schüler. Die Essenz einer Mysore Stunde liegt in der Ruhe und in der Stille die den Raum erfüllt, während die Schüler im eigenen Rhythmus und in der eigenen Geschwindigkeit gemäß ihrem Können über ihre Matte schweben. Der Lehrer ist bemüht diese Stille zu halten und jedem Schüler den Raum zu geben den er benötigt damit Wachstum auf allen Ebenen geschehen kann. Die Mysore Klassen sind vom Zeitrahmen etwas länger angelegt als alle anderen Klassen. Innerhalb dieses Zeitrahmens haben die Schüler die Möglichkeit sich der eigenen Yoga Praxis zu widmen. 

Manche Schüler praktizieren tatsächlich über zwei Stunden andere praktizieren vielleicht nur eine Stunde. Jeder entscheidet selbstverantwortlich wie lange sie/er übt, wann er/sie kommt und wann sie/er wieder geht. Mysore Praxis ist selbständiges Üben unter Aufsicht eines Lehrers. 

Geführte Einheiten sind angesagte Yoga Klassen, wobei die Vermittlung der Essenz der Asana und deren körperliche Ausführung im Vordergrund steht. Der Lehrer versucht auch die energetische Wirkung der Asana zu beschreiben. Wir halten die Position länger als 5 Atemzüge um das zu spüren worauf es ankommt. 

Ashtanga Yoga half Primary (Level 1): angesagt wird bis zum Boot bzw. einige Asanas nach dem Boot und die Schlusspositionen. Geeignet auch für Anfänger.

Ashtanga Yoga Primary (Level 2): Angesagt wird die erste Serie Ashtanga Yoga.

Geeignet für Yoga Praktizierende die bereits mit der 1. Serie Ashtanga Yoga vertraut sind.

Pranayama ist Atemkontrolle  und hat seine Wurzeln in der uralten Yoga Philosophy. Pranayama ist ein ganz eigenständiger Bereich in der Welt des Yoga und beschäftigt sich nur mit Atmung.

Pranayama ist sprichwörtlich die Ausdehnung und Steigerung von PRANA – was Lebensenergie bedeutet. Die Qualität von Prana (Lebensenergie) in uns ist sehr eng verbunden mit der Qualität unseres körperlichen und emotionalen Wohlbefindens. Wenn in einem Menschen die Lebensenergie nur so sprudelt hat das unmittelbar einen Einfluß auf die Lebenskraft dieses Menschen. Prana die Lebensenergie ist unmittelbar mit unserem Atem verbunden. Eine tiefe, lange, fliessende Atmung hat Einfluß auf unser Nervensystem vor allem dem Parasymphatikus, der alle unsere Organe kontrolliert.

Die Qualität des Atems, die Länge, wieviel Ruhe im Atem liegt, gibt Aufschluß über die Qualität von Prana in uns.

Mit Pranayama Übungen kann der Atem kontrolliert ausgedehnt werden. Durch die Wechselatmung werden die linke und die rechte Gehirnhälfte miteinander verbunden. Es wäre das Ziel, dass zwischen der linken und der rechten Gehirnhälfte eine gute Kommunikation besteht.

Wer regelmäßig Pranayama übt wirkt positiv auf sein Nervensystem ein. Es entsteht mehr Ruhe und Gelassenheit. Pranayama hat einen positiven Einfluß auf die gute Funktion aller Organe und reguliert den Blutdruck.

Für die Yoga Praxis ist die Atmung eine wesentliche Komponente. Im Yoga findet körperliche Reinigung insofern statt, in dem der Lebensenergie angetrieben wird. Blockaden lösend und Wohlbefinden steigernd sind nur ein paar erwähnte positive Effekte einer regelmäßigen Yoga & Pranayama Praxis.

Yin Yoga

In Jedem von uns wirken die Kräfte Yin und Yang, das männliche und weibliche Prinzip.

Im Yin Yoga üben wir uns in Sanftheit und Gelassenheit, praktizieren Innenschau und lassen uns vom Atem tragen. Das achtsame Halten von Positionen mit Fokus auf Atmung, bringt uns in unsere Mitte, in unsere Ruhe.

Durch das lange Halten einzelner Positionen bekommen wir die Möglichkeit tief in uns hinein zu spüren.

Die aktive Passivität lehrt uns all das anzunehmen was sich zeigt, um in die Selbstliebe zu gelangen.

Die Klasse wird von sanften melodischen Klängen begleitet.

Meditation

Meditation ist eine Praxis um ruhig zu werden. Es ist eine Praxis wo wir uns mit dem Atem beschäftigen, die Ein-und die Ausatmung wahrnehmen und beobachten. Unsere Gedanken, wenn sie kommen ganz genau anschauen und diese beobachten. Der meditierende Mensch übt sich in Gewahrsein und in Beoabachtung dessen was ist und bleibt fern von Bewertungen und Beurteilungen. Ein erstrebenswerzes Ziel wäre es einen friedvollen Zustand zu erreichen – mit sich selber und mit allen anderen auch. Je länger und je öfter wir uns  im Sitzen üben desto mehr gewöhnt sich unser System an diese Praxis und an diese Ruhe die da entsteht. Meditieren oder Sitzen in Stille ist Wellness für die Seele.

Thema des Monats

Die Yoga Praxis: Wer seine körperliche Verfassung verbessern will, Rückenbeschwerden vorbeugen bzw. wieder wegbekommen will, Schulterprobleme, die aus Verspannungen im Nacken und Schulterbereich heraus resultieren, in den Griff bekommen will, wer sein Immunsystem auf natürliche Weise „boostern“ will, der betätigt sich körperlich. Idealerweise auf der Yoga Matte mit einer soliden Yoga Praxis. Eine Praxis ist dann solide, wenn die Asanas richtig und korrekt (je nach Körperlichkeit) geübt werden, wenn jede Asana aus einer tiefen und langen Atmung heraus entsteht, wenn das Ganze in einem Umfeld passiert wo ich von niemanden und durch nichts gestört oder abgelenkt werde, und das Wichtigste wohl an jeder Yoga Praxis, die REGELMÄSSIGKEIT IM ÜBEN. Regelmäßig üben bedeutet mindestens 2-3 mal pro Woche sich der Gesundung des Körpers bzw. dem Gesunden Körper zu widmen und diesen Zustand zu kultivieren und so lang wie möglich aufrecht zu erhalten.

Man muss schon was tun um ins Tun zu kommen. 

„Es macht mehr Sinn sich  jetzt in guten, gesunden Jahren um die eigene Gesunderhaltung  zu kümmern. Der Mensch muss sich dehnen, er muss sich strecken, sich täglich auseinander ziehen. Der Mensch muss seinen Atem spüren und verlängern und gut in die Körper Mitte atmen um Ruhe zu finden und um  adäquat auf das Umfeld reagieren zu können. Menschen die eine kurze und flache Atmung haben, leider nachweislich mehr unter Panik Attacken oder zu kolerischen Anfällen.  Das richtige Atmen, die körperlichen Dehnungen, Hüftöffnungen, Brust/Schulteröffnungen, die Ruhe zu finden etc. All das wird in einer Yoga Praxis erlernt. Yoga macht Sinn wenn man mehrmals pro Woche übt. Ansonsten ist es weder Fisch noch Fleisch. Es hilft nicht aber es schadet auch nicht. Die Essenz des Übens wird mit einmal pro Woche üben, leider nie erfahren werden.“