„Knockout“ durch eine Bänderverletzung am Knie! Die Cranio Sacrale Behandlung, die es wieder heil macht.

13. Januar 2017

Bänderzerrungen oder Bändereinrisse sind besonders schmerzhaft und meist mit einem langwierigen Heilungsprozess verbunden. Cranio Sacrale Behandlungen kombiniert mit achtsamer Bewegung beschleunigen den Heilungsprozess um ein Vielfaches. Warum ich dass weiß? Weil ich selbst davon betroffen war.

Dazu jetzt meine Geschichte:

Wärme und tropische Temperaturen gibt es um diese Jahreszeit (Jänner) nur, wenn man bereit ist für mindestens 10 oder mehr Stunden sich in den Flieger zu setzen und in Richtung Süden zu fliegen. In meinem Fall waren es gleich zwei Langstreckenflüge mit Zwischenstopp, was die Reise nicht angenehmer machte, dafür aber um einiges länger.

 

Wenn man dann endlich in der Zielmetropole angekommen ist und das Taxi einen im vorreservierten Hotel abgeliefert hat, anschließend den oft langwierigen „check in“ im Hotel überstanden hat und schlussendlich das Zimmer erreicht hat, mutiert so ziemlich jeder augenblicklich und ungefragt zum fallenden Stein sobald das Bett in Sichtweite gerät. Und in dieser ausgestreckten Position sollte man dann auch tunlichst bleiben zumindest so lange, bis man sich von der Reise ein wenig erholt hat. Nach stundenlanger Flugzeit in unbequemen Sitzen spürst du plötzlich jeden Mangel doppelt so stark. Nach einer gewissen Zeit mangelt es an allem nur die Beine und die Gelenke, die sind richtig dick da. Deshalb ist das Ankommen danach mit langer Erholungsphase so wichtig.

In meinem Fall lief das Ganze ein bisserl anders. Den Jetlag hab ich mal ignoriert, weil man ja nix versäumen will. Anstatt mich richtig auszuruhen bin ich am nächsten Morgen, der wegen des Zeitunterschiedes nicht lange auf sich warten ließ, in das angesagteste Yoga Studio der Stadt um mir im asiatischen Ambiente unter mehrheitlich gut aussehenden und interessant tätowierten Thailändern, das Innenband am Knie fein säuberlich zu überdehnen bzw. dem Schmerz zufolge könnten es auch ein Einriss gewesen sein.

Passiert: Mir – in einer Yoga Einheit, sitzend auf meinem ständigen Begleiter, der Yogamatte, in einer fernöstlichen Stadt, in einer über Jahre x-mal ausgeübten, absolut unspektakulären Position (unspektakulär für jemanden mit jahrelanger Praxis), namens Janushirsasana.

Das was danach gekommen ist, wäre dann mit der Hölle zu vergleichen – aber zuerst weiter im Text.

Den Ort des Geschehens in stadttauglicher Kleidung mit Yoga Matte unterm Arm verlassend, wurde mir bei jedem Schritt deutlicher, dass dieser Schmerz nicht mehr so einfach wegzulächeln sein wird. Jetzt gab es nur mehr eins: TAXI! und sofort zurück ins Hotel. Mit stechenden Schmerzen seitlich am Knie versuchte ich mich im Stadtverkehr von Bangkok als Fußgänger durchzusetzen indem ich das einzig Richtige tat: Lautstark und mit bewegungsintensiver Herumfuchtelei zwang ich einen Taxilenker zum Anhalten, schmiss alles was ich an mir hatte auf die Rückbank und mich gleich hinterher und konnte nur mehr die Visitenkarte des Hotels dem einigermaßen verblüfft schauenden Taxilenker vor die Nase halten. In der Hoffnung, dass der Taxler die kürzeste Strecke zum Hotel wählen würde, wusste ich gleichzeitig, dass diese Verletzung mit dem bewährten Tigerkätzchenbalsam wohl nicht mehr zum reparieren sein wird.

Als ich endlich im Hotelzimmer auf meinem Bett lag, begannen die schrecklichsten Stunden meiner erst begonnenen Reise dessen eigentliches Ziel ich noch nicht mal erreicht hatte. Unter unsagbaren stechenden Schmerzen, vergleichbar mit einem Messer, dass sich konsequent in mein Fleisch bohren möchte, rollte ich mich von einer Seite des Bettes zur anderen, weinend, betend, nach dem Sinn fragend, total ratlos, und mich bereits mit dem Gedanken spielend sofort den Rückflug zu buchen da mich nur mehr eine Narkose mit anschließender OP von dieser unglaublichen Tortur befreien könnte. Gleichzeitig fragte ich mich wie ich den Transport überstehen sollte. In der Business Class? (allein der Gedanke löste nochmals einen weiteren Schmerz allerdings auf einer anderen Ebene aus) oder würde ich mit so einer Verletzung Anspruch auf einen Sitzplatz mit Beinfreiheit haben? Fix wäre nur, dass ich im Rollstuhl alle anderen beim Einsteigen überholen würde nachdem man mich als Erste auf die Laderampe zur Verladung in den Flugzeugbauch befördern würde. In solchen Momenten des Lebens werden Fragen lauter wie, warum lieber Gott gibst du mir jetzt so etwas? hab ich was übersehen? sollte ich vielleicht gar nicht hier sein? gab es vielleicht Anzeichen dafür und ich hab sie einfach ignoriert?…und und und. Tatsächlich gab es einige Anzeichen, aber das ist eine andere Geschichte.

Fakt ist! Lange Flüge sind belastend für Gelenke. Bei langem Sitzen schwellen die Beine bekanntermaßen an. Flüssigkeit sammelt sich anscheinend überall und es dauert bis dies wieder vom System abtransportiert wird. Ich hätte sogar solche Venenstrümpfe gehabt. Diese aber aus purer Ignoranz zum Offensichtlichen einfach im Rucksack stecken gelassen.

Nachdem ich die Nacht überlebt hatte und am nächsten Tag es schmerztechnisch etwas besser ging, entschied ich mich, noch ein paar Tage im Hotel zu bleiben und erst wenn es besser gehen würde die Weiterreise, in welche Richtung auch immer, anzutreten.

Sofort begann ich mit Eigenbehandlungen: Cranio Sacrale Therapie am eigenen Körper. Zuerst spürte ich mein gesamtes rechtes Bein gar nicht in der Behandlung, zunehmend wurde es besser. Nach 5 Tagen war der Schmerz nahezu komplett weg. In der Zwischenzeit bin ich nochmals 6 Stunden im Bus in Richtung der Insel gefahren, wo das eigentliche Yoga Retreat dann auch schon stattfand. Mit täglicher moderater aber unglaublich bewusster Praxis und selbst angewandten Cranio Behandlungen waren die Schmerze nach 6 Tagen komplett weg und ich konnte das Bein wieder ganz normal belasten. Bei den Asanas passe ich noch ganz besonders auf und einige skippe ich immer noch. Warum nicht! Dient zu meinem Wohle und find ich voll ok.

Überglücklich, dass das Ganze nochmals so glimpflich ausgegangen ist, war die Lernkurve diesmal besonders steil.

Diese Erfahrung hätte ich mir sehr gerne erspart, auch als Lernerfahrung für die Cranio Behandlung hätte ich gerne darauf verzichtet. Aber wenn die Erfahrung jetzt schon mal da ist und gemacht wurde, stufe ich das Ganze als „Besonders wertvoll“ ein. Ich bin mir sicher, dass ich ohne Cranio Behandlungen die Schmerzen und das Problem nicht so rasch losgeworden wäre.